Pfarrkirche See

Kirche zum Hl. Sebastian

Die christliche Religion und Tradition ist seit jeher ein fester Bestandteil der Bergbauern und Bewohner des Paznaun. Die Kirche in See, die dem heiligen Sebastian geweiht ist, zeugt von dieser Verbundenheit.

Kirche zum Hl. Sebastian in See

In der bildenden Kunst wird der hl. Sebastian meist mit Pfeilen im gesamten Körper an einem Baum gefesselt abgebildet. Nach seinem öffentlichen Bekenntnis zum Christentum wurde der römische Hauptmann von Kaiser Diokletian zum Tode verurteilt. Der spätere Schutzheilige gegen die Pest starb jedoch nicht, sondern wurde wieder gesund gepflegt, woraufhin er an den Hof des Kaisers zurückkehrte und sich erneut zum Christentum bekannte. Er wurde zum zweiten Mal verurteilt und starb im Circus durch Keulenhiebe.

Geschichte:
Um ca. 1445 wurde an der Stelle der heutigen Kirche zum ersten Mal eine Kapelle urkundlich erwähnt. Die heutige Kirche stammt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts und wurde während der letzten 200 Jahre mehrmals adaptiert. Hier finden sich interessante Fresken, die um 1761 von Johann Josef Wörle aus Imst erstellt wurden, einen Hochaltar und zwei Seitenaltäre, die mit Figuren des Imster Bildhauers Franz Xaver Renn (um 1820) geschmückt sind, sowie eine überlebensgroße Statue der Maria mit Jesus von Josef Georg Witwer (1760) in der Mittelnische des linken Seitenaltares.