Ein entscheidender Schritt im Bau der neuen Dias Bahn: Das Förderseil erreicht die Baustelle in Kappl – mit imposanten 54 Millimetern Durchmesser, über 43 Tonnen Gewicht und in kompaktierter Ausführung. Bevor das finale Seil eingebaut werden kann, wird in mehreren Etappen gearbeitet: Zunächst ziehen Arbeiter ein dünnes 4-mm-Vorseil mit Hilfe einer Drohne über die Strecke von der ersten bis zur vierten Stütze. Danach folgen weitere Zwischenstufen mit Seilen unterschiedlicher Stärke, darunter ein 13-mm-Seil sowie ein 26-mm-Litzenseil. Eine 9-Tonnen-Spielwinde sorgt dabei für die kontrollierte Einbringung und Aufwicklung der Zugseile.
Besonderes Highlight: In Kappl wird erstmals im Paznaun ein sogenannter Kurzspleiß durchgeführt – eine hochpräzise Verbindung zweier Seilenden. Dieser Spleiß erstreckt sich über knapp 40 Meter und wird mit zwölf Einsteckenden zu je 3,24 Metern Länge ausgeführt. Die Litzen werden dazu händisch in Position gebracht, mit Kupferhämmern in Form geschlagen und temporär fixiert. Abschließend wird das kompaktierte Seil über die Seilscheibe in die Anlage eingezogen und gespannt – ein Meilenstein auf dem Weg zur Inbetriebnahme der neuen Bahn.