Sehenswertes im Paznaun

Kultur und Sehenswürdigkeiten in See

Das kleine Dorf See in Tirol hat auch abseits der Pisten und Wanderwege so einiges zu bieten. Und damit sind nicht die ausgelassenen Après-Ski-Partys oder Badeerlebnisse gemeint. Vielmehr gibt es in See einige kulturelle Schönheiten zu entdecken, die Sie auf gar keinen Fall verpassen sollten. Besuchen Sie beispielsweise die charmanten Kapellen der Region, oder entdecken Sie die Kirche zum hl. Sebastian. Für kulturelle Vielfalt ist im Ferienort See definitiv gesorgt!

Charmant und idyllisch: Kapellen in See

Im „Heiligen Land“ Tirol haben Kapellen eine lange Tradition. Rund 2.300 dieser hübschen Sakralbauten sind im ganzen Land zu finden. Da verwundert es nicht, dass es auch im kleinen Ort See in Tirol drei wunderschöne Kapellen zu entdecken gibt.   

  • Lourdeskapelle: Die alte Lourdeskapelle, eine wunderschöne Holzkapelle, befand sich in einem kleinen Wald am Rande von See. Im Auftrag von Martin Kimmersdorfer wurde die Kapelle 1887 liebevoll errichtet und 1898 um zwei kleine Seitenkapellen erweitert. Nach einem Felssturz im Jahr 1992 musste die Kapelle schließlich einem Schutzdamm weichen. Die neue Lourdesgrotte wurde mittlerweile wieder neu errichtet und in den Damm integriert
  • Übrigens: Alljährlich zu Christi Himmelfahrt findet bei Schönwetter der Lourdeskapellen-Gang statt. Sie sind vor Ort? Dann lassen Sie sich die Prozession auf gar keinen Fall entgehen.
  • Kapelle Oberhaus: Ein ganz besonderes Kapellen-Schmuckstück können Sie in Oberhaus, einem der kleinsten Weiler in See, entdecken. Im Inneren der entzückenden Kapelle befindet sich eine etwa 250 Jahre alte Muttergottesstatue von Bildhauer Johann Ladner, der auch die drei lebensgroßen Holzfiguren der Kerkerkapelle in Kappl schuf. Info am Rande: Die Kapelle befindet sich im Privatbesitz und ist daher meist verschlossen. Auf Anfrage kann die Kapelle Oberhaus aber gerne besichtigt werden. Melden Sie sich einfach beim Service-Team See. 
  • Kapelle Habigen: Auch die Kapelle in Habigen sollten Sie sich nicht entgehen lassen. Im Jahr 1882 erbaut, birgt die Kapelle im Inneren ein wunderschönes Marienbild. Gestiftet hat es der berühmte Maler und Einwohner Mathias Schmid. Das Gotteshaus wurde der Jungfrau Maria und dem heiligen Johannes Nepomuk geweiht und beherbergt einen kleinen Altar nach einer Zeichnung des Stadtkooperators von Innsbruck, Friedrich Maurer.

 

Verbinden Sie den Besuch der Kapellen in See doch mit einer kleinen Wanderung. Im Sommer wie auch im Winter locken traumhafte Wanderwege zu Paznauns Kapellen. 

Kirche zum hl. Sebastian in See

Was wäre ein Ort ohne seine Kirche! Ob Sie nun gläubig sind oder nicht – die Kirche zum hl. Sebastian in See ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Bereits im Jahr 1445 wurde an der Stelle der heutigen Kirche zum ersten Mal eine Kapelle urkundlich erwähnt. Die heutige Kirche stammt jedoch aus der Mitte des 18. Jahrhunderts und wurde in den vergangenen Jahrzehnten mehrmals umgebaut. Achten Sie beim Besuch auf die einzigartigen Fresken, die 1761 von Johann Josef Wörle aus Imst erstellt wurden sowie auf den Hochaltar und die beiden Seitenaltäre. Wer genauer hinsieht, entdeckt auf den Altären zahlreiche Figuren des Bildhauers Franz Xaver Renn. Aber auch die überlebensgroße Statue der Maria mit Jesus von Josef Georg aus dem Jahr 1760 (in der Mittelnische des linken Seitenaltars) ist wirklich imposant. 

Weitere Details für Kunstinteressierte: Der heilige Sebastian wird in den bildenden Künsten meist mit Pfeilen im ganzen Körper und an einen Baum gefesselt abgebildet. Er war ein römischer Soldat und wurde wegen seines guten Benehmens der römische Hauptmann von Kaiser Diokletian. Nach seinem öffentlichen Bekenntnis zum Christentum wurde er vom selben Kaiser zum Tode verurteilt. Im Glauben, er sei tot, ließ man ihn am Hinrichtungsplatz liegen. Sebastian überlebte und wurde wieder gesund gepflegt, woraufhin er an den Hof des Kaisers zurückkehrte und sich erneut zum Christentum bekannte. Er starb daraufhin im Circus Maximus durch Keulenhiebe. Er gilt als Schutzheiliger gegen die Pest, gegen Seuchen sowie als Schutzheiliger der Brunnen. 

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